Der Euro - Die Endlösung für Europa?

Inhaltsverzeichnis

Probekapitel

Rezensionen / Lesermeinungen

Bestellung














ISBN 3-930219-37-9; 180 S.;
1. Auflage, 2001
in gedruckter Form vergriffen, jedoch als pdf Datei hier erhältlich zum lesen und ausdrucken am Computer – 10 Euro (Preis incl. MwSt, Lieferung als email ohne Versandkosten)
Datei wird per email zugesandt – Größe ca. 2,6 MB

Dazu bitte email an info@geldcrash.de mit Anschrift

Die fatalen Folgen des Euro-Abenteuers!

Viele meinen heute, daß der Euro bereits ein abgeschlossenes Kapitel sei. Kaum bekannt ist, daß die ungeliebte Einheitswährung keineswegs schon etabliert ist, sondern die kritische n Folgen erst noch vor uns stehen. Sowohl die politische, als auch die ökonomische Gestaltung des Euros muß zum Scheitern des Projektes führen. In diesem brisanten Buch erfahren Sie die Hintergründe der Euro-Währung, zu welchen Katastrophen sie führen kann und was das für Ihr Vermögen bedeutet.

Mit Ratgeber zur Euro-Währung.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Die eigenartige Entwicklung zum Euro
-Druck auf Deutschland
-Vertrag von Maastricht
-Die Einführungsphase - Lug und Trug
Die Eurokampagne - ein psychologisches Meisterstück
-Deutschland soll zahlen
-Angebliche Vorteile des Euros
Professoren klagen gegen den Euro
-Abschaffung der D-Mark als Preis für die Einheit
-Wechselkurse, Transferunion und Arbeitslosigkeit
-Deutschland der Zahlmeister
-Unfähige Entscheidungsträger und Desinformation

Warum der Euro nie funktionieren kann
-Was ist eine Währung?
-Unterschiedliche Staaten brauchen verschiedene Währungen
-Die selbstregulierende Ordnung mit flexiblen Wechselkursen
-Der Regelmechanismus Wechselkurs
-Das Krisensystem mit festen Wechselkursen
-Zunehmende Ungleichgewichte
-Asien-, Rußland- und Brasilienkrise - warnende Beispiele falscher -Währungspolitik
-Brasilienkrise - eine falsche Währungspolitik fordert Opfer
-Rußland - eine Weltmacht am Abgrund
-Falsche Expertenratschläge führen zum Zusammenbruch
-Mit festen Wechselkursen zur Weltkrise?
-Argentinien - Krise durch feste Wechselkurse
-Handelsbilanzungleichgewichte - Bedrohung für den Frieden
-Die fatale Einheitswährung "Euro"
-Der Euro führt zu gefährlichen Ungleichgewichten
-Die USA - schlechtes Vorbild einer gemeinsamen Währung
-Transferlasten
-Transferlasten bringen Streit - der deutsche Länderfinanzausgleich
-Der Zusammenbruch - die Folge einer Einheitswährung
-Der ewige Krieg auf dem Balkan
-Ecuador - mit dem Dollar in die Armut
-Widerlegung jeder Einheitswährung: Die D-Mark Einführung in der DDR
-Gewaltiger Zusammenbruch durch inkompetente Entscheidungen

Der Euro und die kommende Wirtschaftskrise
-Ein System mit Verfallsdatum
-Vom Börsenboom zum Börsenkrach
-Der Teufelskreis - Börsenkrach, Krieg, Zusammenbruch
-Die treibende Zerstörungskraft
-Die Wirtschaftskrise 1873 - von der Gier zur Krise
-Der Erste Weltkrieg - der Zinskapitalismus fordert seine Opfer
-Hyperinflation 1923
-Währungsreform 1923 - nichts aus der Geschichte gelernt
-Die Deflation 1930
-Der Börsenkrach 1929
-Der Zweite Weltkrieg - Folge der Weltwirtschaftskrise
-Währungsreform 1948 - die gleichen Fehler werden wieder gemacht
-Das Endstadium - die Geschichte wiederholt sich
-Der Euro - das Ende von Europa

Der Euro - eine Frage von Krieg und Frieden
Gefahren zur Euro-Einführung
-Der verfallende Euro
-Die EZB unter Druck
-Manipulation - der wahre Grund
-Amerikas Handelsbilanzdefizit
-Überbewerteter Aktienmarkt
-Mit dem Dollarverfall zur Weltkrise
-Szenarien - der Euro ein Weg in den Zusammenbruch
-Euro-Einführung und nachfolgende Probleme
-Der Euro in der Wirtschaftskrise
-Gewaltsames Zusammenhalten des Euro-Systems
-Kreditkarten und Buchgeld - Der Weg zu Überwachungsstaat und perfekter -Diktatur
-Unsichere Funktion
-Verlust der Freiheit
-Überwachung gefährdet jeden
-Bargeldlose Systeme sind abzulehnen

Der Euro - Gefahr für unseren Lebensstandard
-Geld und Geldforderungen
-Bestandteile des Buchgeldes
-Liquidität und richtige Währungen
-Private Absicherung
-Was ist zu tun?

Zusammenfassung und Ausblick


Probekapitel:

Die eigenartige Entwicklung zum Euro

Die Einführung des Euros wurde mit großem Medieneinsatz forciert. Dabei begannen die Kampagnen für die europäische Einheit schon in den fünfziger Jahren, als beispielsweise eine französische Wochenschau die angeblich vorbildliche Entwicklung der Sowjetunion als Beispiel dafür anführte, daß Europa auch einen großen Wirtschaftsraum brauche. Dadurch würden Angebot und Nachfrage steigen und sowohl die Betriebe, als auch die Landwirtschaft davon profitieren. Nach dem Scheitern der EU in der Landwirtschaftspolitik und dem Zerfall der Sowjetunion lassen sich heute solche Argumente kaum noch anführen, weshalb die Propaganda zum Euro diesmal in anderer Richtung und massiver geführt wurde. Schon dieser Umstand zeigt, daß das Großkapital an der Einheitswährung starkes Interesse haben muß und diese deshalb gegen alle Widerstände durchgesetzt werden soll. Wenn sich die Politiker ansonsten in fast allen Fragen uneinig sind, so waren sie bei der Aufgabe der Währungssouveränität doch eigenartigerweise gleicher Meinung. Die Einführung der Einheitswährung wurde mit weit über 90% im Bundestag abgesegnet, obwohl der Großteil der Bevölkerung gegen das Projekt war. Eigentlich sollte das Parlament die Wünsche des Volkes wiederspiegeln und repräsentieren, doch war davon wenig zu bemerken. Umfragen ergaben später, daß die Politiker weder über die Zusammenhänge Bescheid wußten, noch grundsätzliche Daten, wie beispielsweise die Stabilitätskriterien auch nur annähernd kannten. Ganz im Gegensatz dazu, waren im Herbst 2000 ganze 63 Prozent der Deutschen, im Osten sogar 77 Prozent, gegen die Abschaffung der D-Mark. Schon an der Hartnäckigkeit, mit der die unbeliebte Maßnahme gegen das eigenen Volk durchgepeitscht wurde, kann vermutet werden, daß die Entscheidungsträger möglicherweise unter enormem Druck gestanden haben. Daß auch später nie daran gedacht war irgendwie die Bevölkerung an der Entscheidungsfindung zu beteiligen, zeigte die Reaktion der Presse, als EU-Kommissar Verheugen richtigerweise dazu aufforderte, die deutsche Bevölkerung über die EU-Osterweiterung abstimmen zu lassen. Es wurde erklärt, daß die Äußerungen Verheugens unverantwortlich seien, da das Grundgesetz keine Volksentscheide auf Bundesebene vorsehe. Auch sei der Vorschlag unverständlich, da er als Erweiterungskommissar für das guten Gelingen der Beitritte zu sorgen und mit seinem Vorschlag den Eindruck erweckt habe, daß er selbst gegen die Erweiterung sei. Allerdings war nirgendwo in der Presse die Rede davon, daß es verfassungsrechtlich mehr als fraglich ist, wenn eine kleine Minderheit von Politikern die ganze Währungssouveränität des Landes entgegen der Volksmeinung aufgegeben hat, daß also nicht nur über die Osterweiterung, sondern über das ganze Euro-Projekt abgestimmt werden müßte.

Druck auf Deutschland

Es stellt sich die Frage: Wenn Deutschland finanziell und ökonomisch gar keine Interessen an einer Einheitswährung haben kann - warum traten dann gerade deutsche Politiker so vehement für das unbeliebte Einheitsprojekt ein?
Eine Antwort könnte der geschichtliche Hintergrund liefern: Als 1990 die deutsche Einheit ins Haus stand, war dies für die meisten europäischen Nachbarn eine als bedrohlich angesehene Entwicklung. Man hatte scheinbar Angst vor der gesteigerten Wirtschaftskraft des vereinigten Deutschland. Deshalb waren diese Länder wahrscheinlich sehr bemüht, das vereinigte Deutschland so fest in Europa einzubinden, daß es seine eigenständige Wirtschaftspolitik verlieren würde, indem ihm die Währungssouveränität genommen wird. Der Beschluß, die D-Mark abzuschaffen erfolgte deshalb nach der deutschen Einheit, im Jahr 1992 durch den Vertrag von Maastricht.

Wie wir später noch sehen werden, wird diese Annahme auch von einer Reihe von Professoren geteilt, welche gegen den Euro vor dem Bundesverfassungsgericht klagten.
Um die Hintergründe zu beleuchten und um die heutigen Vorgänge genau einschätzen zu können, sollte man sich noch einmal die Entwicklung zum Euro näher ansehen. Hier stellt sich einmal die Frage, wie die Einführungsphase abgelaufen und ob der Euro wirtschaftlich sinnvoll ist, bzw. welche Gefahren er für die Länder erzeugt.

Vertrag von Maastricht

Beschlossen wurde die Einführung des Euros endgültig 1992 in einem Vertrag, welcher in Maastricht geschlossen wurde. Den Weg zum Euro dachten sich dabei die Verantwortlichen als einen Weg in drei Hauptstufen, sowie einer vorhergehenden Vorbereitungsphase.

Vorbereitungsphase:
Ende 1995 verabschiedete der Europarat das Einführungsszenario
Am 1.1.1997 wurden die rechtlichen Rahmenvorschriften für den Euro und die Europäische Zentralbank festgelegt

Anfang 1998 erfolgte die Entscheidung über die Teilnehmerländer, und im Verlauf des Jahres 1998 wurden die Rechtsvorschriften erlassen, sowie die Entscheidung über das geldpolitische Instrumentarium der Europäischen Zentralbank gefällt.
Am 1.1.1999 erfolgte die Festlegung der Wechselkurse, die Europäische Zentralbank übernahm die Kontrolle über die Geldpolitik und Geldüberweisungen zwischen Banken wurden aufgrund der Euro-Verrechnungseinheit durchgeführt.
Am 1.1.2001 sollen alle nationalen Währungen durch Ausgabe von Euro-Bargeld beseitigt werden.

Am 1.1.1999 wurde dann der Euro, wie geplant als Buchgeld-Verrechungseinheit unter großem Jubel von Politikern und Presse begründet. Der Euro wurde dabei als Nachfolger des ECU als rein fiktive Rechnungseinheit definiert. Im Prinzip wurde nur der gescheiterte "ECU" in den "Euro" umbenannt. Im Unterschied zum ECU wurde allerdings die Währungssouveränität an die Europäische Zentralbank (EZB) abgegeben. Das heißt, daß die Deutsche Bundesbank nun nicht mehr befugt ist, eine eigene Geldpolitik zu verfolgen.
Richtig eingeführt ist der Euro erst, wenn die nationalen Währungen beseitigt und überall Euro-Bargeld als alleiniges Zahlungsmittel ausgegeben wurde. Es scheint so, daß durch diese Begriffsverwirrung die Bevölkerung davon überzeugt werden soll, daß der "Euro" nicht mehr aufzuhalten sei. Doch schon die Diskussion vor 1999 war sehr eigenartig:

Die Einführungsphase - Lug und Trug

Die Einführungsphase des Euros war eine Zeit voller Widersprüche und Täuschung der Öffentlichkeit, in der kritische Stimmen kaum vorhanden waren oder nicht zu Wort gekommen sind. Die Medien waren sich einig, so werteten doch die meisten Meldungen den Euro als einen Segensbringer für Europa. Daß etwas mit diesem Euro-Projekt nicht ganz stimmen konnte, wurde den kritischen Beobachtern klar, als weniger mit Argumenten, sondern vielmehr mit Emotionen begründet wurde. So wurden beispielsweise großangelegte Werbekampagnen mit dem Fussball-Bundestrainer gestartet, mit der nichtssagenden Überschrift: "Der Euro ist ein Steilpaß in das nächste Jahrhundert" und "Europa ist Zukunft".

Ob ein Fusballtrainer überhaupt kompetent sein kann, eine solch entscheidende Frage der Währung zu beurteilen, wurde nicht gefragt. Vielmehr wurde mit dieser Werbung versucht, den fusballbegeisterten Teil der Bevölkerung emotional anzusprechen und entsprechend zu manipulieren. Genauso wurde in den Medien fast nie über die eigentlichen Probleme der Einheitswährung berichtet. Stattdessen war es für die Meinungsbildner wichtiger, die Bevölkerung über unwichtige Fragen zu informieren, wie was aus einer Münzsammlung werde, oder was wohl ein Pfund Kaffee kosten werde, wenn der Euro da sei. Die Presse legte auch großen Wert auf die Frage, was mit den alten Geldscheinen passieren solle, ob verbrennen, oder kompostieren besser sei. Teilweise kamen statt richtiger Information auch kuriose Meldungen, wie die Befürchtung der EU-Kommission, daß bei der Einführung von Euro-Bargeld Anfang 2002 die Banken-Bauten durch das Gewicht alter und neuer Münzen Schäden nehmen könnten. Die Schäden durch den Euro werden allerdings, wie wir noch sehen werden, weit größer sein, als die Befürchtung, ein paar Bankhäuser könnten Risse bekommen.
Um den Bürgern die endgültige Abschaffung der nationalen Währungen durch die Einführung von Euro-Bargeld zu versüßen wurde angekündigt, für 20 D-Mark sogenannte Starterkits mit den wichtigsten Euro-Münzen abzugeben. Der Wert dieser Kits soll ein Cent (ca. 2 Pfennig) höher als die bezahlten 20 D-Mark, was von den Verantwortlichen als "großzügige Dreingabe" bezeichnet wurde. Statt wirkliche Aufklärung zu betreiben, waren sich die sonst zerstrittenen Parteien darüber einig, daß durch verstärkte Werbekampagnen der Euro beliebt gemacht werden sollte. Bundeskanzler Schröder rief beispielsweise dazu auf, verstärkt nicht nur um den Verstand, sondern auch um die Herzen der Bürger zu ringen. Dem stimmte die Oppositionspartei zu, als Fraktionschef Merz dazu aufrief, den Menschen die Ängste zu nehmen, da die Politik die Zustimmung der Bevölkerung brauche, welche momentan nicht vorhanden sei. In die Desinformationskampagne paßten Äußerungen des ehemaligen Finanzministers Waigel der behauptete, daß der Euro die "einzig richtige und gerade noch rechtzeitige Antwort auf die Globalisierung der Märkte" gewesen sei. Heute sehe er den Euro als Klammer für den Verbund der Länder, Europa brauche einen einheitlichen Binnenmarkt mit einer gemeinsamen Währung. Dies war allerdings nur eine Behauptung, deren Beweisführung nach wie vor aussteht.
Doch gingen die Tricks der Verantwortlichen noch viel weiter: Ausgiebig wurden dabei Tricks der Massenpsychologie angewandt, die darin bestanden, eine der Bevölkerung unangenehme Entscheidung bekanntzugeben und dann in Scheingefechten zwischen Befürwortern und gewollten Gegnern totzureden. So wollten die Bürger bald nichts mehr von der Sache wissen und gewöhnten sich an die ungeliebte Entscheidung.

...

Falsche Expertenratschläge führen zum Zusammenbruch

Die Experten sind sich uneinig über die zu ergreifenden Maßnahmen in den betroffenen Ländern:
So schlug der renommierte Wirtschaftsexperte Prof. Bogomolow vom Moskauer Wirtschaftsforschungsinstitut die Einführung einer Parallelwährung in Rußland vor, welche völlig mit Gold gedeckt sein soll. Diese Währung solle dann den Rubel verdrängen. Als Vorbild dientem ihm die zwanziger Jahre mit der goldgedeckten Währung. Daß jedoch gerade die Golddeckung des Geldes zur Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre führte, wird dabei vergessen. Wenn Rußland beispielsweise gezwungen wäre, Gold zu verkaufen, müßte im gleichen Umfang Geld eingezogen werden - eine massive Deflation, mit einer noch schlimmeren Wirtschaftskrise wie heute wäre die Folge.
Für Brasilien rät der angesehene Wirtschaftsexperte Prof. Dornbusch vom MIT, USA die Schaffung eines "currency boards". Dabei sollte jede einheimische Banknote vollständig durch US-Dollars bei der Notenbank gedeckt sein. Davon verspricht sich Dornbusch die Verhinderung von Wechselkursturbulenzen. Mit solch einem "currency board" hätte Brasilien jeden Einfluß auf seine eigene Währung verloren. Die einzige Aufgabe von Regierung und Notenbank wäre dann das Zahlen von hohen Zinsen für geliehene US-Dollars, um die Gelddeckung aufrechtzuerhalten. Bulgarien führte beispielsweise 1997 einen solchen currency board ein, mit dem Ergebnis, daß sich die Wirtschaft nur in dem Maße entwickeln kann, wie harte Währung ins Land fließt. Gleichzeitg sank der Außenhandel um 30 Prozent und die Verschuldung explodierte.

Mit festen Wechselkursen zur Weltkrise?

Die fraglichste Maßnahme wäre die Schaffung eines Weltwährungssystems mit festen Wechselkursen zwischen den wichtigsten Währungen, wie es der Ex-Bundesfinanzminister Lafontaine und sein japanischer Kollege Miyazawa vorschlugen. Daß neben der Politik auch die Wirtschaftswissenschaft nichts gelernt hat, wurde deutlich, als der Nobelpreisträger Robert Mundell ebenfalls eine Aneinanderkopplung der Kurse von Dollar, Euro und Yen forderte. Dabei sollte der Euro durch eine Anbindung an den Dollar stabilisiert werden. Das Ergebnis sollte "eine Art Weltwährung" sein. Gerade festgelegte Wechselkurse haben erst zu den Krisen beigetragen. Mit solch einem Weltwährungssystem wäre eine Weltwährungskrise nur noch eine Frage der Zeit. Wie die Deutsche Bank Research erklärte, entspricht der Weltdevisenhandel mit über 1500 Mrd. $ fast den gesamten Währungsreserven aller Notenbanken zusammen. Damit wären die Durchführbarkeit und Glaubwürdigkeit solcher "Stabilisierungsmaßnahmen" äußerst begrenzt. Ebenfalls wird auf die Gefahr spekulativer Attacken auf festgelegte Wechselkurse hingewiesen. Die größte Bedrohung stellt der Verlust einer unabhängigen Währungspolitik für die beteiligten Länder dar. Bei auseinanderlaufender konjunktureller Entwicklung wäre die Stabilisierung von Wechselkurs und Preisniveau unmöglich. Mit Recht warnte auch das Zentralbanksmitglied Franz-Christoph Zeitler vor einer solchen Maßnahme. Die Finanzmärkte würden dann versuchen, die festen Wechselkurse zu testen, was viel Geld koste. Er betonte, daß feste Wechselkurse nach einem erheblichen Aufwand an Währungsreserven letztlich doch freigegeben oder angepaßt werden müßten und damit die Wechselkursvereinbarungen meist auf eine "Prämie an die Spekulation" hinauslaufen würde. Weiter wies er darauf hin, daß die Handlungsfähigkeit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik durch solche Vereinbarungen eingeschränkt, wenn nicht gar ausgehebelt werden würden. Leider zog er aus diesen Erkentnissen nicht den logischen Schluß, daß dann auch der Euro mit seinen festen Kursen und erst Recht die volle Einheitswährung ein Ding der Unmöglichkeit ist.

...


Der Euro - Gefahr für unseren Lebensstandard

Für Ihr Vermögen stellt der Euro ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Die Gefahr besteht in der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Staaten in der Eurozone. Besonders in einem krisenhaften Umfeld gerät die Euro-Region als ganze in Gefahr. Schon bevor der Euro überhaupt etabliert wurde gegen europäische Währungen wie die Lira, die Peseta und die Finnmark beispielsweise nach Beginn der Rußlandkrise spekuliert. Die Notenbanken mußten mit Hilfe von befreundeten Geschäftsbanken intervenieren. Was früher über Wechselkurse jedoch ausgeglichen werden konnte, das ist nun durch die Einheitswährung nicht mehr möglich, weswegen die schon vorhandenen Spannungen noch größer werden. Viele Bürger sind sich dabei gar nicht bewußt, daß durch diese ökonomischen Fehlentwicklungen das eigene Vermögen in Gefahr kommt.

So erklärte die EZB, daß der Euro die Banken empfindlicher gegen Schocks durch andere Länder mache. Besonders das riesige Volumen von ungesicherten Finanzkontrakten der Banken untereinander, von 400 Mrd. Euro, stelle ein großes Risiko dar. Hinzu komme, daß immer größere Banken immer höhere Summen umschlagen. Durch den Euro ist die Sicherheit ihres Ersparten damit, entgegen den Versprechen der Eurobefürworter, kleiner geworden als vorher. Der Ausfall einer Großbank könnte dann schon eine Bankenpleitewelle hervorrufen, in der Sie Ihr Geld verlieren.
Doch auch wenn keine Wirtschaftskrise das Vermögen direkt bedroht, wird der Euro, wie wir gesehen haben, zu einer deutlichen Absenkung des gewohnten Lebensstandards führen. Die Bürger werden in Deutschland dann gleich von zwei Seiten belastet: Einmal durch hohe Transferleistungen und zum anderen durch Zuwanderung von Arbeitskräften aus den schwächeren Regionen. Mit diesen billigen Arbeitskräften muß die einheimische Bevölkerung konkurrieren, mit der Folge drastischer Lohneinbußen. Dadurch wird die Fremdenfeindlichkeit enorm auflodern, was durch hohe Steuerlasten für Transferleistungen noch verstärkt wird. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) zeigte in einer Studie, daß die weitere Verkettung ungleichartiger Staaten in der Globalisierung nicht zu einer Ab-, sondern zu einer Zunahme der Migrationsströme führen muß, weil der Kapitalzufluß in schwachen Regionen nicht ausreicht, um genügend Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem wird die Vorherrschaft des Geldes durch ungedämpften Kapitaltransfer vergrößert, wodurch eine noch schnellere Vermögenskonzentration in Europa entsteht. Die Folge insgesamt ist ein Absinken des Lebensstandards und eine weitreichende Verarmung der Bevölkerung. Auch der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank Prof. Otmar Issing erklärte bereits, daß bei Wegfall der Wechselkurse die Anpassung an veränderte wirtschaftliche Umstände durch die Löhne geschehen müsse, das heißt, diese gegebenenfalls sinken werden. Dabei sieht er auch den Ruf nach einer Transferunion und die Möglichkeit, daß die Währungsunion, vielleicht erst Jahre später, auf dem Spiel stehen könnte. Absicherungsmaßnahmen sind deshalb für das Vermögen unerläßlich.


Lesermeinungen:



Zurück zum Seitenanfang

Bestellen

Zurück zum Bücherindex