Der Krisenwegweiser! Geldcrash ist der Bestseller, welcher bereits 1999 in der
ersten Auflage vor dem folgenden Börsenkrach warnte und
Ratschläge zur Rettung des Vermögens vermittelte.
Dadurch konnten viele Anleger ihre Spargroschen vor dem Desaster
bewahren. Die Katastrophe ist dabei jedoch nach Hannich keineswegs
schon überstanden, sondern der große Crash steht erst
noch bevor. Wer heute nicht handelt, hat dazu möglicherweise
schon bald keine Gelegenheit mehr dazu. Was ist dann, wenn eine Finanzkrise Ihr ganzes Vermögen entwertet? Den wenigsten ist bewußt, daß ihr Vermögen zunehmend bedroht wird: Sowohl Schulden- als auch Währungskrisen gefährden das Ersparte. Dabei ist auch das laufende Einkommen von steigenden Steuerlasten und einer Umverteilung von der Mittelschicht zu wenigen Superreichen bedroht. Die kommende Entwicklung kann durch die Kenntnis unseres Geldsystems vorhergesagt werden. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihr Vermögen vor Verlusten zu schützen. Der ungünstig investierte Anleger wird vom Zusammenbruch überrascht und verliert seine Sicherheit und Freiheit. Als Leser dieses Buches sind Sie auf den Zusammenbruch vorbereitet und können die Risiken und Chancen Ihrer Vermögensanlagen besser einschaetzen. Inhaltsverzeichnis: Vorwort Anlageberatung - Experten, Analysten, Forschungsinstitute Die
Ausgangslage - unser Geldsystem Gefahren
für Ihr Vermögen Welche
Entwicklung ist zu erwarten? Szenarien
für eine Wirtschaftskrise heute
Krisenplan
Zusammenfassung und Schlußfolgerungen Quellenverzeichnis Anlageberatung - Experten, Analysten, Forschungsinstitute Das Geldwesen wird im allgemeinen als sehr komplex dargestellt. Niemand, der nicht ein ausgiebiges Studium absolviert habe, so wird argumentiert, sei in der Lage, die Strukturen zu durchschauen. Der Anleger wird dabei meist auf das Urteil von Experten und Analysten verwiesen. Kaum bekannt ist, daß gerade auf das Urteil dieser Personen oftmals wenig gegeben werden kann. So erklärte der Investment-Professor Werner de Bondt, nach der Analyse von 40000 Ergebnisschätzungen, daß eine größere Anzahl von Analysten in keiner Weise zu genaueren Gewinnprognosen führen könne. Die Vorhersagen seien regelmäßig zu optimistisch und tendierten zum Extremen. Die Experten geben dabei an die Kunden selten objektive Empfehlungen weiter. So war in einer Untersuchung auffällig, daß von den Analysten kaum je Verkaufsempfehlungen gegeben werden, da die Banken überwiegend an Käufen verdienen. Eine andere Studie kam sogar zu dem Schluß, daß Analystenratschläge nur eine Trefferquote von 50% hätten, was im Bereich der Zufallswahrscheinlichkeit liegen würde, und zu drei Vierteln aus Kaufempfehlungen und nur einem Prozent aus Verkaufempfehlungen bestünden. Meist liefen die Experten dabei nur der Entwicklung hinterher und seien häufig sogar Kontraindikatoren. Die Geldanlage ist also oftmals umso besser, je mehr sie den Anlageempfehlungen der Experten entgegengesetzt ist. Wenig verwunderlich ist es dann auch, wenn eine Studie des Finanzwissenschaftlers Reinhart Schmidt zum Ergebnis kommt, daß wer seine Geldanlage auf Tips von Aktienanalysten stützt, mit hohen Verlusten rechnen muß. Vergessen wird oft, daß sich das Umfeld ändern kann. Der Investmentexperte Marc Faber meinte deshalb, daß sich die wirtschaftlichen Umstände oftmals gerade dann änderten, wenn die Masse der Anleger meint, die Richtung erkannt zu haben. Vorsicht sei geboten, wenn die ganze Welt von einem Anlageobjekt fasziniert sei und fest daran glaubt, mehr daran verdienen zu können als durch eigene Arbeit. Oft ist in optimistischen Aussagen von Experten sogar ein Warnsignal zu sehen, der Anlage zu mißtrauen. So riet der Begründer der technischen Analyse, Humphrey B. Neill, Anlegern, auf der Hut zu sein, wenn Erklärungen von Experten zu vernehmen sind, daß "diesmal alles anders" werde. Weiter zitierte er den Begründer der Massenpsychologie Le Bon, welcher die Tendenz von Massen zu irrationalen Entscheidungen gegenüber dem Individuum betont hat. Vergessen sollte man auch nie, daß alle Empfehlungen von Experten immer profitorientiert sind. Der Finanzexperte der Verbraucherverbände Manfred Westphal riet deshalb den Anlegern, den Vertrauensvorschuß gegenüber Anlageberatern möglichst klein zu halten. Investoren sollten sich vor der Beratung selbst informieren, um nicht vom Berater über den Tisch gezogen zu werden. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab ebenfalls durchweg schlechte Noten für die Beratungsleistung von Kreditinstituten. Häufig wird auch übersehen, daß die Kreditinstitute in erster Linie den eigenen Nutzen, weniger den des Kunden im Blick haben. So sicherte beispielsweise die Dresdner Bank Ecuador Anleihen mit entsprechenden Schuldbriefen von Anlegern ab. Als Ecuador die Zahlungsunfähigkeit anmeldete, verloren die Anleger entsprechend den Vertragsbedingungen ihr Geld und die Bank konnte einen großen Gewinn einfahren. Geradezu zynisch wirkt es hier, wenn Banken vor trickreichen Anlagebetrügern warnen. So solle von Anlagen Abstand genommen werden, welche durch telefonische Kontakte geknüpft werden, mehr als fünf Prozent Rendite versprechen und eine Bankgarantie beinhalteten. Auch hohe Provisionen und Zeitdruck sollte zur Vorsicht ermahnen. Daß jedoch genau diese Vorsichtsregeln gerade auf die Banken selbst zutreffen und danach viele Bankeinlagen den Betrugsverdacht beinhalten würden, wird vergessen. Mit Recht wurde von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz darauf hingewiesen, daß es bei Banken leicht möglich ist, daß dem Anleger ein Fonds eingeredet wird, welchen die Bank loswerden will. Mißtrauen gegenüber solchen Experten-Empfehlungen ist also mehr als ratsam. Oftmals wird der interessierte Anleger auch auf Aussagen von Notenbankchefs verwiesen. Leider sind hier meist wenig Informationen zu gewinnen. So erklärte beispielsweise der amerikanische Notenbankpräsident Greenspan, daß das schwerste an seiner Aufgabe das Erlernen einer Sprache gewesen sei, welche öffentlich viel sagt, was letztlich nichts aussage. Auch die Urteile von Wirtschaftsforschungsinstituten sind meist nicht für objektive Vorhersagen zu gebrauchen. Mit der Tatsache konfrontiert, daß die meisten Prognosen in der Vergangenheit falsch waren, erklärte der Leiter der Konjunkturabteilung im Kieler Institut für Weltwirtschaft, Joachim Scheide: "Natürlich haben wir uns schon oft geirrt". Claus-Heinrich Daub von der Baseler Prognos AG ist sogar überzeugt, daß auch falsche Prognosen gut seien, da sie die Menschen zwingen würden, sich mit der Zukunft zu befassen und je mehr Zahlen, auch falsche, eine Prognose enthalte, desto besser, weil dadurch der Druck auf die Entscheider wachse, die Analyse ernst zu nehmen. Die Prognosen sind meist viel zu optimistisch, so behauptete eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey 1995, daß Indonesien der attraktivste Unternehmensstandort im Jahr 2004 sein solle. Nach der Währungskrise seit 1997 versinkt das Land im Chaos. Ein Beispiel für falsche Vorhersagen, welche nicht die Funktion des Systems berücksichtigen. Nicht besser sind die Urteile von Wirtschaftsprüfern, welche Unternehmen bewerten sollen. Vergessen wird dabei, daß die zu prüfenden Unternehmen selbst die Wirtschaftsprüfer bezahlen und allein deshalb das Urteil immer so ausfallen wird, daß es dem Auftraggeber gefällt. Bernhard Blohm, Vorstandschef von Equinet Communications, meinte deshalb, daß Wirtschaftsprüfer so etwas darstellen wie eine Vereinigung von Füchsen zum Schutz der Gänse. Ähnlich unbrauchbar sind meist auch die "Tips" von Börsen- und Anlegerzeitschriften. So ergab eine Studie der Universität Essen: "Die Gefahr, mit diesen Tips Schiffbruch zu erleiden ist weitaus größer, als die Chance auf Rendite." Nur bei lediglich fünf Prozent der empfohlenen Aktien wurde ein längerer Kursanstieg beobachtet, während jedes dritte Papier schon vom Kauf an ständig an Wert verlor. Wer einmal erkannt hat, daß die grundlegenden Abläufe im Finanzsektor auf einfachen Grundlagen beruhen, kann das Wissen für eigene Entscheidungen nutzen. Während man in allen Bereichen zur Vorsicht gegenüber Unbekannten aufgerufen wird, soll gerade im Geldwesen blindes Vertrauen in Institutionen gehegt werden, welche man gar nicht kennt. Geld wird heute als selbstverständlich angesehen, kaum jemand fragt nach der grundlegenden Bedeutung. Bei der Anlageberatung heißt es vielfach: "Über Geld redet man nicht, man hat es". Gerade aber die Tatsache, daß über unsere Währung nicht geredet werden soll, verhindert eine kritische Betrachtung, welche überhaupt erst eine Voraussage künftiger Entwicklungen ermöglicht. Letztlich sind Sie selbst für Ihr Vermögen verantwortlich, kein Experte, Berater oder Politiker kann Ihnen die Entscheidungen abnehmen. ... Die Schuldenkrise stellt, wie die vorangegangenen Szenarien, eine zwangsläufig auftretende Gefahr für Ihr Vermögen im heutigen System dar. Im Zinssystem ist es rein logisch betrachtet nur eine Frage der Zeit, bis eine Schuldenkrise ausbricht. Die Verschuldung steigt zwangsläufig weltweit exponentiell an, wobei sich die Schere zwischen Geldvermögen und Schulden immer schneller öffnet. Zunehmend fällt es den Nationen schwerer, die Zinslast zu tragen. Dabei sind manche Staaten im Zerfallsprozeß weiter fortgeschritten als andere. Wie groß das Risiko einer plötzlich ausbrechenden Schuldenkrise ist, wird anhand der beispielhaften Verschuldung einiger Länder klar. Dabei wird deutlich, daß es sich bei der Überschuldung nicht um das Problem einiger weniger Nationen handelt, sondern bereits die ganze Welt von einer Schuldenkrise erfaßt ist. Den wenigsten ist bekannt, daß auch in Deutschland künftig eine explodierende Staatsverschuldung erwartet wird. Deutschland: Wie sich die Staatsverschuldung in Deutschland entwickeln könnte, zeigte eine Studie von Goldman Sachs, welche das ehemalige Zentralbankmitglied Jochimsen 1998 vorstellte: Aufgrund der demographischen Probleme könnte sich die Staatsverschuldung bis zum Jahr 2030 auf über 200% des Bruttosozialproduktes und die Neuverschuldung auf rund 16% erhöhen. Zur Zeit kann die Neuverschuldung noch einigermaßen eingedämmt werden, jedoch wird es massive Probleme geben, wenn der Zinssatz wieder ansteigt. Eine Erhöhung des Zinssatzes um nur einen Prozentpunkt, würde für den Bund zusätzliche Zinslasten von fast 8 Mrd. Euro pro Jahr bedeuten. Die gesamte Bundesschuld muß innerhalb fünf bis sechs Jahren komplett umfinanziert werden. Wenig bekannt ist, daß auch Länder mit zur Zeit stabilen Staatsschulden dafür beispielsweise in anderen Wirtschaftssektoren Verpflichtungen aufbauen, wie die USA. USA: Trügerisch ist es, auf die offiziellen Meldungen zu vertrauen, welche keine Neuverschuldung des amerikanischen Staates ausweisen. Da die Gesamtvermögen immer gleich den Gesamtschulden sind, müssen bei einem Rückgang der Staatsverschuldung die Verpflichtungen der privaten Haushalte und der Unternehmen umso stärker ansteigen. Dabei ist die Gefahr einer Schuldenkrise keinesfalls geringer als bei exzessiver Neuverschuldung der Regierung. Ende 2001 erreichte der amerikanische Schuldenberg mehr als 31 Billionen Dollar. Nach Expertenmeinung müssen allein für den Schuldendienst bereits mehr als 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufgewandt werden. Dabei vergrößert sich das Problem mit zunehmender Zeit, da die Schulden in den USA nahezu fünfmal schneller steigen als die Wertschöpfung. Deutlich wird anhand dieser Zahlen, daß Amerika zwangsläufig in eine Schuldenkrise manövriert. Auch die zweitgrößte Industriemacht Japan ist extrem überschuldet. ... Japan: Die
Rating Agentur Moodys warnte bereits 1999 vor einer explodierenden
Verschuldung in Japan und wies darauf hin, daß nie zuvor in
einem industrialisierten Land oder einem Emerging Market solch
eine hohe Verschuldung verzeichnet worden sei. Die Staatsschuld
stieg von rund 50 Prozent des Bruttosozialproduktes im Jahr 1989
auf über 140 Prozent Ende 2000, was zur Folge hat, daß
bereits über 60 Prozent der jährlichen Steuereinnahmen
Japans nur für Zinsen auf die Staatsschuld gezahlt werden
müssen. Auch ist effektiv keine Besserung der konjunkturellen
Lage in Japan erkennbar. Trotz der stark angespannten Situation
investieren immer mehr Anleger in Japan. Schlußfolgerung: Deutlich wird, daß kein Land von einer Schuldenkrise sicher ist. Kein Staat der Welt ist mehr in der Lage, die eingegangenen Kredite je wieder zurückzuzahlen. Dabei sind jedoch manche Staaten weiter im Schuldensystem verstrickt als andere. Sie sollten deshalb unbedingt Geldanlagen in unsicheren Staaten vermeiden. ... Diskussion verschiedener Szenarien Wie wir gesehen haben, bestehen für unser Wirtschaftssystem mehrere unterschiedliche Bedrohungen. Dabei werden die einzelnen Szenarien sicher nicht streng abgegrenzt, für sich alleine ablaufen, sondern es wird zu einer Kombination und damit Steigerung der Bedrohungen kommen. Beispielsweise besteht einmal die Gefahr eines Aktiencrashes, welcher eine Deflationsspirale in Gang setzen könnte, woraus sich wieder neue Währungsverwerfungen entwickeln könnten, wodurch sich eine Schuldenkrise entwickelt, da viele Staaten durch den Währungsverfall ihre Schulden nicht mehr bedienen können. Jedoch ist auch die Möglichkeit einer Währungskrise denkbar, welche einen Aktiencrash auslösen, damit eine Deflationsspirale starten und zunehmend Schuldner dem Bankrott ausliefern könnte. Auch die Entwicklung einer Deflation und damit Aufwertung der Verpflichtungen, welche eine Schuldenkrise auslösen, ist denkbar. Es gibt damit verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Szenarien. Wichtig ist es jedoch zu erkennen, daß in jedem Fall das persönliche Vermögen bedroht ist, sobald die Krise eine bestimmte Größe überschreitet. Auffällig ist, daß alle Szenarien, ausgenommen die Hyperinflation, in einer Deflation enden. Dies hängt, wie wir gesehen haben, mit der Konstruktion unseres Geldsystems zusammen. Da Geld nicht wie die Ware oder die Arbeit einem Angebotszwang unterliegt, zieht es sich sofort aus dem Markt zurück, sobald die wirtschaftliche Entwicklung Unsicherheiten aufweist. Eine Finanzkrise entwickelt sich dabei im allgemeinen so schnell, daß keine Zeit bleibt, sich langfristig in der Krise darauf einzustellen. Deshalb sollten Sie sich vor dem Beginn eines Krisenszenarios Gedanken über die Sicherheit Ihres Vermögens machen. ... Bevor wir die einzelnen Anlageformen näher betrachten, ist es interessant, die Marktbeeinflußung zu beobachten, um eine realistische Vorstellung vom Ablauf zu entwickeln und vor dem Crash gewarnt zu sein. Der Markt wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Angebot
und Nachfrage Marktwirtschaft
und Kapitalismus
Geldanlage ... Die Anlage von Vermögen in Lebensversicherungen wird von immer mehr Anlegern favorisiert, seit bekannt wurde, daß die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft nicht mehr gesichert ist. Schon im Jahr 1997 flossen fast 40% der Neuanlagen in die Fonds der Lebensversicherer, Anfang der siebziger Jahre waren es erst 13%. Zu bedenken gibt jedoch, daß beinahe jeder zweite Anleger seine Investition schon vor Laufzeitende unter großen Verlusten wieder auflöst. Trotz riesiger Renditeversprechen wird hinter vorgehaltener Hand jedoch zugegeben, daß die Branche real nur mit Renditen von 1 - 2 Prozent rechnet, was alles andere als lukrativ ist. Ein entsprechend schlechtes Licht warf auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest, welche 126 Tarif-Angebote von 65 Lebensversicherern auswertete: Nur wenige Angebote schnitten mit guten Noten ab, die meisten erhielten nur "befriedigend" oder "ausreichend". Dabei ergaben sich enorme Leistungsunterschiede, die sich bei dreißig Jahren Laufzeit auf 40.000 bis 50.000 Euro aufsummieren könnten. Auch gute Lebensversicherungen seien nur dann überhaupt interessant, wenn der Kunde auch über lange Zeiträume "einigermaßen sicher gut verdienen" könne. Wer mit Brüchen in seiner Erwerbsbiografie rechnen müsse, für den sei diese "Zwangsjacke" nicht geeignet. Immerhin waren die Hälfte der Kunden, welche eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen hatten, nicht in der Lage, die Beiträge bis zum Ende zu zahlen. Ein Ausstieg aus dem Vertrag bedeute dann erhebliche Einbußen. Vor allem Käufer von vermieteten Immobilien wurden angesprochen, denen geraten wurde, den Kredit für die Immobilie am Laufzeitende der Versicherung mit dem eingezahlten Betrag auf einen Schlag abzuzahlen. Dazu sollten ständig hohe Beträge in die Lebensversicherung fließen und nur die Zinsen des Kredites bedient werden. Der Vorteil wären die ständig hohen Zinslasten, welche durch die Fremdvermietung steuerlich geltend gemacht werden könnten. Bei einem normalen Kredit mit Tilgung würde die Zinslast am Ende absinken, was auch eine verminderte Steuerersparnis zur Folge hätte. Fatal wäre dieses Steuersparmodell allerdings für Sie im Krisenszenario: Bei der Versicherung wurden Geldforderungen aufgebaut und durch die Immobilie Schulden gemacht. In der Krise wird die Auszahlung Ihrer Versicherung unter Umständen gesperrt, bzw. das Unternehmen geht bankrott - die Guthaben sind verloren. Gleichzeitig sinkt in der Deflation der Preis Ihrer Immobilie stark und Ihre Mieteinkünfte sind nicht mehr gesichert. Ihr nicht getilgter und damit mit hohen Zinsen belasteter Kredit muß jedoch weiterhin in vollem Umfang bedient werden, was durch sinkende Mieterträge und Einkommen zunehmend schwieriger wird. Gleichzeitig wird die Lebensversicherung als Kreditsicherheit für die Schulden unsicher. Früher oder später droht die Zwangsvollstreckung. Vor solchen "Steuersparmodellen" muß deshalb im Krisenszenario dringend gewarnt werden. Doch auch die Lebensversicherung alleine stellt für Sie keine geeignete Anlage für Krisenzeiten dar. Zu beachten ist, daß einmal Ihr Geld nicht liquide ist, um im Krisenfall reagieren zu können und Ihnen meist keine genauen Angaben der Versicherung vorliegen, wo die Investitionen der Beiträge erfolgt sind. Häufig sind sogar von den Unternehmen riskante Investitionen in Krisenländern vorgenommen worden. Dies wurde nicht zuletzt deutlich, als Mitte 2002 wegen des Börseneinbruchs Zweifel deutlich wurden, daß viele Versicherungen ihre Mindestverzinsung von 3,25% in Zukunft nicht mehr zahlen könnten. Kleine Anbieter, so wurde deutlich, sind sogar von einer Pleite bedroht, bei welcher der Anleger einen Totalverlust erleiden würde. Im Zuge einer globalen Kapitalkrise wäre Ihr Geld vom Konkurs des Versicherers bedroht. Wenn Sie bereits eine Lebensversicherung haben, sollten Sie sich um eine Laufzeitverkürzung informieren, bzw. die Einzahlungen reduzieren. Ein Ausstieg aus einer laufenden Kapitallebensversicherung ist schwierig und meist mit Kosten verbunden, ebenso die Beitragsfreistellung. Am einfachsten ist es, wenn nach Zahlung der ersten Rate nicht mehr als ein Jahr vergangen ist und die Unterlagen unvollständig sind. Nach Ansicht der Verbraucherverbände und des Bundes der Versicherten sind die meisten Informationen unvollständig, so daß meist die einjährige Widerspruchsfrist gilt. Nach diesem Zeitraum kann versucht werden, die Versicherung zu verkaufen. Bei einem Neuabschluß gelten die gleichen Kriterien wie für Ihre Anlagebank. Das Versicherungsunternehmen sollte möglichst solide und wenig spekulativ tätig sein. -
Lebensversicherungen sind langfristig investiertes Geld und
deshalb im Crash nicht verfügbar. ... Zusammenfassung und Schlußfolgerungen Die
Analyse der Vermögensanlage hat uns gezeigt, daß der
wichtigste Schritt zu einer sicheren Anlage darin besteht, selbst
die Verantwortung für sein Eigentum zu übernehmen. Auf
die meisten Experten ist ebensowenig Verlaß wie auf Aussagen
von Notenbanken. Als einzig sinnvolle Schlußfolgerung bleibt
übrig, daß Sie selbst für sich ein Konzept für
Ihre individuelle Anlage erarbeiten müssen. Dabei sind
Grundlagen über unser Kapitalsystem entscheidend. Die
Betrachtung der Geldentstehung hat uns gezeigt, daß im
Geldwesen fundamentale Fehler enthalten sind. Geld soll heute
einerseits die Funktion als Tauschmittel, andererseits aber die
Aufgabe des Wertaufbewahrungsmittels erfüllen. Jedoch ist die
Erfüllung beider Funktionen zur gleichen Zeit unmöglich,
da Geld im Tresor nicht gleichzeitig Tauschmittel sein kann. Wir
haben gesehen, daß aus diesem Zwiespalt der Geldzins
resultiert, welcher die gesamte Wirtschaft zu ständiger
naturfremder Expansion zwingt. Der Zins ist nun ein Faktor,
welcher für die persönliche Vermögensplanung
mehrere Gefahren mit sich bringt. Einmal führt er
zwangsläufig zu einer Schuldenkrise, da die Verpflichtungen
der Staaten in immer schnellerem Maße durch den Zinseszins
anwachsen müssen. Dadurch entsteht auf den Staat ein
finanzieller Druck, welcher die Regierungen zwingt, durch Erhöhung
der Steuern und Abgaben den Zinsdienst zu ermöglichen. Der
Masse der Anleger bleibt immer weniger Geld zum Vermögensaufbau
übrig. Gleichzeitig wird ein großer Teil des Einkommens
durch eine unrentable Zwangsanlage, der Rentenversicherung,
enteignet. Durch das Zinssystem kommt es aber auch zu einer
zunehmenden Aufspaltung der Gesellschaft in wenige Zinsbezieher
und die Masse der Zinszahler. Wer viel Geld anlegen kann, bezieht
einen hohen Zinsgewinn und wird dadurch automatisch reicher. Die
übrige Bevölkerung muß direkt und indirekt für
die Verzinsung des Kapitals arbeiten und verarmt langfristig. Der
Vermögensaufbau eines großen Teils der Bevölkerung
wird dadurch verhindert. Langfristig tendiert der Zins gegen 0
Prozent, weil die Märkte zunehmend gesättigt sind und
der Absatz wie die Investitionen zurückgehen. Durch sinkende
Investitionen nimmt der Kapitalbedarf ab, und der Zins geht
zurück. Zurückgehende Kapitalzinsen lassen jedoch die
Bereitschaft der Geldverleiher sinken, das Geld zu verleihen. Der
Geldkreislauf kommt damit zunehmend ins Stocken, was wiederum die
Preise in einer deflationären Abwärtsspirale
herunterdrückt. Durch steigende Unternehmerpleiten und
Bankenzusammenbrüche wird Ihr Vermögen gefährdet.
Eine weitere Gefahr für Ihr persönliches Vermögen
liegt in der Festlegung von Wechselkursen zwischen ungleichartigen
Staaten. Durch die Abschaffung von Wechselkurspuffern bauen sich
Spannungen auf, welche sich letztlich in Währungskrisen
entladen. Hier stellt vor allem die Einführung des Euros, mit
festen Wechselkursen, eine nicht zu unterschätzende Gefahr
für Ihr Vermögen dar. Lesermeinungen:
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